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Der gesäuberte Planet - Reise ins Innere der Scientology

 

Reportage von Rainer Fromm,
BRD 2008


Die Scientology-Organisation ist aufgrund verstärkter Aktivitäten in Deutschland erneut in das Zentrum kontro-verser Diskussionen geraten. Kirchliche Sekten-beauftragte kritisieren menschen-verachtende und demokratie-feindliche Einstellungen sowie unseriöse Heilsversprechungen der Organisation. Die Innenminister von Bund und Ländern halten die Ziele von Scientology für unvereinbar mit der Verfassung.

M-09-5377
25 Min., Farbe, DVD
€ 39,00


Religionen im Gespräch

Hinduismus - Buddhismus - Islam Ein Arbeitsbuch zum interreligiösen Lernen
Religionen und Religiosität sind für das Miteinander von Menschen in einer pluralen Gesellschaft von zunehmender Bedeutung. Es stellt sich jedoch die Frage, welchen Beitrag sie zu leisten vermögen: Wirken sie durch ihre Sinnangebote, Wertorientierungen, Symbole und Riten für ein friedliches Miteinander - oder werden sie zum Resonanzboden gesellschaftlicher Konflikte (Beispiel Karikaturenstreit)? Dieses Arbeitsbuch behandelt die Thematik in zwei Teilen. Zunächst bietet es grundlegende Informationen zu Hindu-Religionen, Buddhismus und Islam. Im zweiten Teil wird anhand von aktuellen Beispielen aufgezeigt, wie alltagsrelevant religiöse Lehren und Praktiken tatsächlich sind. Brennende ethische Fragen werden dabei ebenso thematisiert wie die Themenkreise Toleranz, Fundamentalismus, Relativismus und Pluralität, Menschenrechte und Dialog der Religionen.

B-01-4031
224 Seiten mit 69 sw- und 34 farbigen Abbildungen

€19,90

Unsere Zehn Gebote / DVD

Werte wieder entdecken
DVD mit umfangreichem Bonusmaterial, 10 Folgen à 15 Minuten, Farbe, FSK Lehrmittelfreigabe.
Unser Leben und unsere ganze abendländische Kultur sind bestimmt von den Zehn Geboten. Zeugnisse davon lassen sich überall entdecken - für Kinder wie für Erwachsene, für Atheisten wie für Gläubige.
Mit dieser DVD liegen zehn Kurzgeschichten vor, die die Zehn Gebote in unserem Alltag wiederspiegeln: Unterhaltung und Denkanstoß zugleich.
Eine Produktion der Kinderfilm GmbH in Koproduktion mit MDR, SWR und BR für den KI.KA unter Federführung des MDR.

M-09-5263
DVD,
Öffentliches, nichtgewerbliches Vorführrecht, kein Verleihrecht
€34,95 Sfr 56.-

M-09-5265
DVD,
Nur für die private Nutzung
€19,95 Sfr 33,50

Jesus von Nazareth
(Teil 1-3)

Dokumentarfilm von Jean Claude Bragard, Grossbritannien 2001


Teil 1: Die frühen Jahre
Der erste Teil des Dokumentarfilms setzt sich mit der Kindheit Jesu auseinander. So erfährt man, wo Jesus vermutlich geboren wurde und wie er seine Kindheit verbracht hat.
Teil 2: Der Auftrag
"Der Auftrag" handelt von dem Leben Jesu als Prediger. Er zeigt das Fischerdorf Kapernaum, in dem auch Jesus Anhänger lebten und das "Petrus Haus" stand, das in dem Film rekonstruiert wird.
Teil 3: Die letzten Tage
Der letzte Teil des Dokumentarfilmes spielt den Prozess Jesu bis zu seiner Verurteilung wegen Blasphemie und seinem Tod nach.

M-09-5205
VHS, Farbe, Lehrfilm,
€132.- Sfr 247.-


dtv-Atlas Bibel

 


Die Bibel ist über Jahrhunderte hinweg in aller Welt ein Bestseller geblieben - doch zuunehmend leider auch ein Buch mit sieben Siegeln. Der dtv-Atlas soll als Einführung dienen in das heutigen Lesern mittlerweile fremde und rätselhafte Buch der Bücher. Allgemeinverständlcih formuliert, geben informative Farbgraphiken und weiterführende Texte einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, den AUfbau und die Inhalte sowie über die historichen und religiösen Hintergründe des Alten und Neuen Testaments.
B-19-5218 dtv
264 Seiten, mit 115 Abbildungsseiten in Farbe
€ 19,50 Sfr 35,30


Leseproben

Mit Kindergartenkindern theologische Gepräche führen

Vorwort

Immer wieder wird auf Fortbildungsveranstaltungen und in Gesprächen mit Erzieher/innen deutlich, wie sehr diese an theologischen Gesprächen mit Kindern interessiert sind. Sie wünschen sich Hilfen für die eigene Praxis, um das Theologisieren in ihren Alltag integrieren zu können.

Dieses Anliegen wollen wir mit Sonderbänden des »Jahrbuches für Kindertheologie« unterstützen, welche direkt auf den Elementarbereich bezogen sind.

Der vorliegende erste Band liefert eine konzentrierte Zusammenstellung von Aufsätzen, die in den vergangenen Jahrbüchern schon erschienen sind. Es soll ein weiterer Band mit neu verfassten Beiträgen folgen.

Aber: Können schon Vorschulkinder Theologie treiben? Sind sie damit nicht eigentlich überfordert?

Wenn wir mit Wilfried Härle Theologie als »Reflexion des Glaubens« verstehen, als denkende Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben, so können wir folgern: Auch schon Kinder können über ihren Glauben nachdenken. Natürlich unterscheidet sich dieses Nachdenken vom Nachdenken Erwachsener, und es unterscheidet sich deutlich vom Nachdenken wissenschaftlicher Theologen. Vor dem Hintergrund der je individuellen Entwicklung eines Kindes betrachtet, ist es aber durchaus kompetentes Nachdenken. Kinder brauchen vielfältige Anregungen, um in ihrem Denken und Glauben weiter zu kommen. Diese Anregungen können in theologischen Gesprächen gegeben werden.

Entwicklungspsychologische Untersuchungen der letzten Jahrzehnte zeigen deutlich, dass die kognitive Entwicklung bereichsspezifisch verläuft. Das bedeutet, dass die Entwicklung in einzelnen Lernund Erfahrungsbereichen unterschiedlich intensiv gelingen kann. In einem Bereich ist ein Kind schon sehr weit, im anderen noch nicht. Wir alle wissen, dass das Lebensalter kein absoluter Maßstab für den Stand der Entwicklung eines Kindes ist. Ausschlaggebend sind anregende Entwicklungsbedingungen. Kinder werden somit immer eigenständiger in theologischen Gesprächen agieren können und in ihrer Entwicklung vorankommen, wenn Kindertheologie als anregendes Arrangement verstanden und in den rhythmisierten Tagesablauf im Elementarbereich eingebettet wird.

Natürlich brauchen Vorschulkinder andere Anreize zum Theologisieren als Grundschulkinder in Klasse 3 und 4. Darum macht es Sinn, eigene Sonderbände des »Jahrbuches für Kindertheologie« zur Arbeit im Elementarbereich anzubieten.

Wozu nützen uns Berichte über das theologische Denken von Vorschulkindern?

Erfahrungen im Grundschulbereich zeigen uns immer wieder, dass Lehrer/innen
willens sind, mit Kindern bestimmte Fragen zu besprechen: »Wo wohnt Gott?« »Warum musste Jesus sterben?« etc., dass sie sich dabei überlegen, mit welchem Material sie arbeiten wollen, dass sie sich einige Fragen ausgedacht haben und dass das Gespräch dann doch ganz anders lief. Ein Grund liegt gewiss in der Tatsache, dass die Kinder auf das zur Sprache gebrachte Material offenbar anders reagieren, als dies bei der Planung angenommen worden ist. Nun mag man einwenden, dass pädagogisch motivierte Gespräche eben nicht vollständig planbar seien, dass es so immer wieder zu Überraschungen kommen müsse. Dies ist so zweifellos richtig. Doch wer mehrere Gespräche mit Kindergartenkindern zu der Frage geführt hat, wie sich die Kinder das Christkind vorstellen, der wird beobachten können, dass sich doch manches wiederholt. Diese Wiederholungen sind aus der Sicht der Wissenschaft ein Schatz, denn wir können aus diesen Beobachtungen Schlüsse ziehen, die es uns ermöglichen, dann begründete Annahmen zu machen, welche Antworten bei einem künftigen Gespräch zu erwarten sind.

Wie ein Seefahrer von früheren Fahrten profitiert, weil er entsprechende Karten benutzen kann, so ist es das Ziel derer, die sich wissenschaftlich mit der Kindertheologie beschäftigen, den Erzieher/innen und Lehrer/innen Kartenmaterial zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglicht, dann in zukünftigen Gesprächen besser »navigieren« zu können.

Bei diesen Untersuchungen stießen Wissenschaftler/innen auf verschiedene Regelhaftigkeiten des kindlichen Denkens. So hat James Fowler den Glauben der Vorschulkinder mit dem Begriff »intuitiv-projektiv« beschrieben. Die Kinder bringen eine Überlegung, knüpfen eine nächste dran und setzen dies fort, bis sie den Gedanken nicht weiterzuführen wissen und »springen« dann zu einem Neuansatz. D.h., dass die logischen Ketten der Kindergartenkinder meist eher kürzer sind und unvermittelt abbrechen.

Außerdem folgt das Denken dieser Kinder eigenen Logiken. Einerseits greifen die Kinder auf die klassischen Unterscheidungen zurück wie Zeit und Raum. Gott ist »oben«, wir Menschen »unten«. Jesus lebte »früher«, kann aber »heute« bei uns sein. Gott ist aber auch »überall« und besonders »in der Kirche«, oder »bei mir, wenn ich bete«. Der berühmte Ethnologe Claude Levy-Strauss hat das Denken der von ihm untersuchten IndianerStämme als »wild« bezeichnet. Er wollte damit ausdrücken, dass er auf Unterscheidungen gestoßen ist, die unserem Denken fremd sind. Er fand Zuordnungen zu bestimmten Pflanzen oder Tieren, aber auch zwischen »Rohem« und »Gekochtem«. Wenn wir genau hinhören, kann man auch bei Kindern beobachten, dass sie bestimmte Phänomene ihrer Umwelt nach eigenen Regeln sortieren. Wenn unser Analogieschluss richtig ist, dann kann es interessant sein, das Reden der Vorschulkinder auch danach zu beobachten, welche eigenen Sprachen sie entwickeln, um das Neue, das ihnen begegnet zu beschreiben. Gleichwohl teilen wir als Erwachsene mit den Kindern auch dieselbe Welt und dies ermöglicht es uns dann, die Denkvorstellungen der Kinder auch an dem zu messen, was wir an Begrifflichkeit - etwa der Theologie - zur Verfügung haben. Nur deshalb ist es sinnvoll, die Spekulationen der Kinder über den Weltanfang und die Rolle Gottes dabei in Auseinandersetzung mit der biblischen Überlieferung als »Schöpfungstheologie« zu begreifen. Dies legitimiert sich daraus,
dass die Fragen der Kinder dann doch meist nicht allzu weit von dem entfernt sind, was dazu in der Theologie gedacht worden ist. Wenn dem so ist - und das ist zumindest unsere Auffassung -, dann bedeutet die Beschäftigung mit dem kindlichen »Theologisieren« für die Leser/innen dieses Buches zwangsläufig auch eine Einführung in »Theologie«. Diese Qualifizierung - dies nimmt den Gedanken der oben zitierten Studie auf - ist dann aber für die Erzieherinnen kein »totes Wissen«, sondern ermöglicht es ihnen kompetent in den Gesprächen mit ihren Kindern zu agieren. In diesem Sinne ist dann auch Kindertheologie ohne Einschränkung Theologie, weil in ihr die Überzeugung steckt, dass Kinder und Erwachsene im Grunde von denselben Fragen zwischen »Gott und der Welt« umgetrieben werden und dass die Tradition der theologischen Bilder und Begriffe ein wichtiges und unersetzliches Angebot darstellt, auf das auch und gerade Erzieher/innen zurückgreifen können sollten.

Zum Aufbau dieses Bandes

Drei Grundsatzartikel zu Theorie und Praxis von Kindertheologie leiten diesen Sonderband ein. Zunächst gibt Anton A. Bucher eine programmatische Schilderung der Geschichte und des Anliegens von Kindertheologie. Sodann geht Ekkehard Martens Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Kinderphilosophie und Kindertheologie nach. Angela Kunze-Beiküfner stellt Grundlagen und Praxisbeispiele der Kindertheologie im Kontext des Kindergartens vor.

Zwei empirische Studien beschäftigen sich mit dem Thema »Gott«: Sandra Eckerle untersucht das Verhältnis von Gottesbild und religiöser Sozialisation im Vorschulalter, Simone A. de Roos widmet sich dem Beitrag der Erziehungspersonen zur Gottesvorstellung von Kindergartenkindern. Dem Thema »Jesus Christus« nähern sich drei empirische Untersuchungen: Ruben Zimmermann untersucht am Beispiel der Jesusworte vom Brot und Weizenkorn wie Kindergartenkinder Christologie »bilden«. Renate Hoffmann denkt mit Kindern über die Erzählung der Salbung Jesu in Betanien nach und Stefan Alkier diskutiert mit einem Grundschüler über dessen Bibelverständnis.

Fünf Beiträge aus der Praxis beinhalten das Thema »Zeit«: Anton A. Bucher stellt entwicklungspsychologische und kindheitssoziologische Skizzen zu Kind und Zeit vor. Gerhard Büttner untersucht die Entstehung der Weihnachtsfiguren, Marieke van 't Zand und Simone A. de Roos sowie Gerhard Büttner und Ina Mähringer die der Vorstellungen von Ostern bei Vorschulkindem. Herrad Anacker beleuchtet Ergebnisse einiger Gruppeninterviews mit Vorschulkindern zum Thema »Erntedank«.

Den Abschluss dieses Sonderbandes bilden vier empirische Studien zum Thema »Kirche«: Hartmut Rupp und Ursula Ruoff beschreiben, wie Kinder Kirchenräume wahrnehmen. Frieder Harz besucht mit Kindergartenkindern deren Kirche, während Simone A. de Roos Vorstellungen von der Kirche bei nicht kirchlich gebundenen, katholischen und protestantischen Vorschulkindern untersucht. Katharina Kammeyer spricht mit Kindergartenkindern aus unterschiedlichen sozialen und religiösen Herkunftsfamilien über Beten.

Die Herausgeber





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